Mit letzter Kraft oder lieber doch butterweich

DSC_0019Die besten Geschichten schreibt das Leben selbst. Jedes Frühjahr wird mein Mann zum Waldarbeiter. Ausgestattet mit Kettensäge Sicherheitskleidung und Helm fährt er regelmäßig in den Wald. Dort liegen „unsere“ schon gefällte Stämme am Wegrand.  Der erste Arbeitsschritt von vielen ist, sie in Meterstücke zu sägen. Das A&O dabei ist, eine scharfe Säge.  Mein Mann hat eine wichtige Erfahrung gemacht. Er muss sich regelmäßig zwingen, inne zu halten um die Säge nachzuschärfen. Dann geht sie butterweich durch den Stamm.  Je stumpfer sie wird um so mehr Kraft kostet die Arbeit.

Ist das nicht auch in anderen Bereichen so? In manchen Zeiten fällt dir deine Arbeit wirklich leicht. Es kostet nur wenig Kraft und du bekommst richtig viel geschafft. An anderen Tagen machst du nichts anders als sonst. Es läuft aber einfach nicht. Woran liegt das? Was ist dein Werkzeug, mit dem du arbeitest? Was musst du tun, um dieses Werkzeug zu pflegen? Bist es am Ende vielleicht du selbst, der geschärft werden muss?
Wie kann das gehen?

Wer viel gibt, muss auch Zeit zum auftanken haben. Eine Freundin erzählte kürzlich, wie sie ihren Vormittag einteilt. Nachdem die Kinder im Kindergarten sind, kümmert sie sich bis 11.00 Uhr um ihren Haushalt. Die Zeit von 11.00- 12.00 Uhr ist dann nur für sie. Dann macht sie einfach Dinge die ihr gut tun. Natürlich gäbe es immer noch genug zu arbeiten. Diese Arbeit geht aber doppelt so gut, wenn sie sie nicht mit letzter Kraft erledigt.

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