Schenke dir eine Stunde Zeit…

Guuuuuten Morgen,

gestern hatte ich so einen Guuuuten Morgen. Zuerst war ich ein wenig unschlüssig. Meine Mann hatte gestern für sein Studium eine längere Besprechung mit seinem Mentor bei uns zu Hause. Ich hätte natürlich genug zu tun gehabt, aber konnte ja schlecht um sie herum wuseln. Ich wusste auch, was mir für diese Woche eigentlich gut tun würde.
Am Sonntag habe ich Gottesdienstleitung. Es ist ein Zeugnisgottesdienst geplant. Ich weiß, dass Gott der Gemeinde durch Leute die sonst vielleicht eher „nur zuhören“ auch etwas zu sagen hat. In der Vorbereitung macht es mich jedoch spätestens am Samstag nervös, wenn ich nicht weiß ob jemand etwas sagen möchte. Diese Woche möchte ich ruhig bleiben. Ich möchte darauf vertrauen, dass Gott etwas tolles vorbereitet. Ich muss keinen Plan B haben. Gott hat etwas zu sagen…

Mir tut es aber gut, wenn auch ich einfach Zeit mit ihm verbringe und höre. Deshalb bin ich gestern 5 Autominuten zum schönsten Fleck des Kaiserstuhls, die Schelinger Matte, gefahren. Ich habe mich einfach 1,5 Stunden auf die Blumenwiese gesetzt und die Seele baumeln lassen. Dabei hatte ich ein Notizbuch, in dem ich meinen Gedanken aufgeschrieben habe, mein Handy mit dem ich tatsächlich kurz im Internet einen Bibelvers nachgelesen habe, und …natürlich eine Wasserflasche.
Es war nur gut! Ein blauer Schmetterling hatte mir von Gott viel zu erzählen, genauso wie die Weinbauern die ich im Tal beobachten konnte.

Im Gehen habe ich mir noch einen kleinen Blumestrauß gepflückt.

Dabei sah ich eine Frau, die wie ich allein unterwegs war. Als ich auf dem Rückweg war, saß sie auf einer Bank und machte sich einen Stein aus dem Schuh. Wir lächelten uns an und grüßten. Dann musste es einfach aus mir raus. „Was geht es uns gut!“ Ihr erster Blick daraufhin ließ mich kurz zweifeln ob es richtig war das zu sagen. Dann lächelte sie wieder und erzählte, dass sie Urlaub habe und sich freut dass das Wetter so gut mit macht. Sie gehe immer gerne Wandern. Ich bestärkte meine Aussage noch einmal. „Wir zwei können einfach so am Vormittag hier in dieser wundervollen Natur Zeit für uns haben. Das ist doch wirklich ein Geschenk.“ Ich wünsche ihr noch eine Gute Zeit und ging weiter. Im Auto band ich meinen kleinen Blumenstrauß zusammen. (Mein Handschuhfach ist top ausgestattet….) Die Autotür war noch offen. Als ich aufblicke steht die Frau plötzlich wieder vor mir.

„Ich wollte mich bei ihnen bedanken. Danke dass Sie mich angesprochen haben und mir diese Gedanken wichtig gemacht haben.“ Ich lächle sie an und bringe nur noch „Sehr gerne…“ heraus. Sie geht in ihr Auto ich lasse den Motor an. Es ist irre was uns gerade verbindet. Beide haben wir Tränen in den Augen als ich fahre.

Im Bleibe leichter Buch heißt es zu jedem Kapitel am Ende.
„Schenken Sie sich diese Woche eine Stunde Zeit für sich. Was tun Sie?“

…und was tust du?

LG Bettina

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