Auf ein neues…

DSC_0084Wie frisch gefallener Schnee ohne eine einzige Fußspur, oder auch ein leeres Blatt Papier liegt ein neues Jahr vor uns. Was wird es bringen? Eine kleine Ernüchterung schiebe ich mal gleich vorweg. „Es gibt nichts neues unter dem Himmel.“ Egal was für Dich auch neues dabei sein wird, alles hat es schon mal gegeben.

Es gibt:

Neuland zu entdecken und zu zeigen
Krisen zu erkennen und zu bestehen
Geschenke zu geben und anzunehmen
Komfortzonen zu verlassen und zu bewahren
Verluste zu betrauern und zu bejahen
Entscheidungen zu treffen und zu akzeptieren
Veränderungen vorzunehmen und zu leben

Einiges von dieser Aufzählung liegt vielleicht gerade erst hinter uns. Vielleicht schieben wir auch noch etwas vor uns her. Auch wenn es eben eher ernüchternd war ist es auch irgendwie tröstlich. „Es gibt nichts neues unter dem Himmel.“ Es gibt Menschen die genau das, was dir Bauchschmerzen bereitet bereits hinter sich haben.

Ich möchte dir ein paar Beispiele geben.

Da ist eine Frau die Jahrelang für die Familie zu Hause geblieben ist. Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt standen wirklich schlecht. Jetzt durchläuft sie ein Wiedereingliederungsprogramm. Körper, Seele und Geist sind dadurch alles andere als im Gleichgewicht. Ihr Geist steht gerade deutlich im Vordergrund. Bald wird sie es aber geschafft haben und dann stehen ihr neue Türen offen.

Eine jüngere Frau plant für dieses Jahr ihre Hochzeit. Anfang letzten Jahren hatte sie noch Kleidergröße 44. In dieser Größe wollte sie keine Brautkleid kaufen. Sie war skeptisch ob sie es schaffen könnte vor der Hochzeit ihre Prioritäten, neben dem Studium, auch auf das Abnehmen legen zu können. Vor wenigen Wochen schickte sie mir ein Foto von einer Anprobe in einem Kleid mit Gr. 40.

Und noch ein Beispiel ohne konkrete Person. Jeder von uns geht hier und da Kompromisse ein. Es scheint oft der bequemere Weg zu sein. Mit der Zeit stellt man jedoch fest, dass es eine Fehlentscheidung war, die oft noch weitere Kompromisse mit sich zieht. Wenn man dann ehrlich sein Leben betrachtet erkennt man doch so manche Baustelle, an der dringend gearbeitet werden müsste. Die Kompromisse zu lösen ist unangenehm. Beziehungen spielen mit hinein. Man muss sich vielleicht unbeliebt machen. Rückschritte sind nötig um zu dem Ausgangspunkt der Fehlentscheidung zurück zu kommen. Ich selbst habe solche Situationen hinter mir und möchte dir Mut machen sie anzugehen.

Aber nun zurück zu dem unbeschriebenen Blatt Papier. Nimm dir doch jetzt Zeit und setzte dich tatsächlich mit einer leeren Seite an den Tisch. Schreibe auf, wofür du in deinem Leben dankbar bist. Womit bist du wirklich zufrieden? Was soll unbedingt so bleiben wie es ist?
Und dann trau dich einmal die dunklen Kammern zu öffnen, die du so gerne verschlossen hältst. Was brodelt unter deiner Oberfläche? Wie schlimm brodelt es schon? Hast du es noch im Griff oder könnte es jeder Zeit hoch gehen? Ja das ist unangenehm. Aber du und das Blatt Papier könnt ja mal unter vier Augen darüber reden. Vielleicht hast du auch den Mut es jemanden vorzulesen. Ich kenne da einen guten Zuhörer. Er bietet uns an, dass wir alle unsere Sorgen bei ihm abladen dürfen.

Und hier habe ich noch etwas für dich abgewandelt.

Spuren im Schnee

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging durch den verschneiten Weinberg mit meinem Herrn.
In den tanzenden Schneeflocken erstrahlten,
Filmszenen gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Schnee,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Schnee zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
meisten brauchte?“

Da antwortete er:
„Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

 

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