Nicht stehen sondern gehen lassen

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Kürzlich ist mir beim Backen ein Vergleich eingefallen. Ich habe ein tolles Rezept für einen Hefezopf. Am Ende steht, dass man mit ein paar kleinen Veränderungen aus dem Teig auch Hefeschnecken machen kann. Wenn ich so etwas lese hoffe ich auf eine schöne Gelegenheit um das möglichst bald auszuprobieren. Einfach so backe ich nicht, schließlich muss das Ergebniss ja auch möglichst nicht von mir gegessen werden.

Der Vergleich der mir kam hat lustigerweise mit abnehmen zu tun. Ist ja auch das, woran man als erstes bei Hefeschnecken denkt, oder?

Es braucht viele kleine Schritte die letztlich zum Ergebnis führen. Zunächst brauche ich einen Plan also ein gutes Konzept. Zur Umsetzung gehören die richtigen Zutaten. Mehl, Milch, Butter, Zucker, Hefe und natürlich eine Prise Salz. Oder im Vergleich beim Abnehmen drei Mahlzeiten, drei Pausen dazwischen, 2-3 Liter Wasser, 30 Minuten Bewegung am Tag. Wenn ich die Zutaten nebeneinander auf den Tisch stelle passiert erst mal gar nichts. Ich muss sie verwenden. Beim Hefeteig ist es wichtig, dass ich die Zutaten nicht einfach nur zusammen rühre, sondern mir Zeit dafür nehme. Die Hefe muss vorgehen bevor ich sie weiter verarbeite. Die Zutaten sollten die richtige Temperatur haben. So auch beim Abnehmen. Ich muss anwenden was im Buch steht und für gute Bedingungen sorgen.
Schritt für Schritt geht es weiter. Wenn ich ein gutes Ergebnis haben möchte gibt es keine Abkürzung. Ein Hefeteig muss gehen sonst wird er nicht pfluffig.Ein Konzept mit guten neuen Gewohnheiten braucht ebenso Zeit um sich setzen zu können. Gut hier passen die Begrifflichkeiten nicht mehr. Beim Abnehmen will man sich schlißlich nicht gehen lassen.

Ist der Teig fertig habe ich immer noch die Wahl, was am Ende dabei heraus kommt. Der Feinschliff sozusagen. Ich kann ihn in drei Teile teilen und einen klassischen Hefezopf formen. Ich kann abgenommen haben und mich freuen dass mir die alten Klamotten im Schrank endlich wieder passen. Das ist gut! Ein leckerer Hefezopf ist oft schneller verputzt wie eine dreistöckige Sahnetorte.

Ich kann aber auch etwas besonderes mit einem extra Pfiff kreieren. Dazu muss ich mir ein bisschen mehr Mühe geben. Den Teig ausrollen mit zerlassener Butter bestreichen, Zimtzucker darauf streuen, die Teigplatte vorsichtig aufrollen, mit dem richtigen Messen dünne Scheiben abschneiden, sie mit genug Abstand auf ein Blech legen und….wieder gehen lassen.

Und im übertragenen Sinn? Einen Kleiderschrank-Check machen. Was fliegt raus? Was passt jetzt noch zu meiner neuen Person? Oft verändert sich durch das Abnehmen viel mehr als nur die Zahl auf der Waage. Mehr Lebensfreude, veränderte Prioritäten, mehr Leidenschaft in dem, wie man die Dinge angeht. Die Persönlichkeit hat mehr Geschmack oder Farbe bekommen. Dies bringt man durch die zweite Haut, die Kleidung zum Ausdruck. Warum also nicht zur Belohnung mit einer guten Beratung in Sachen Fabe und Stil äußerlich sichtbar machen, was sich innerlich verändert hat.

Und zum Schluss? Tja wenn ich die aufgerollten Teigschnecken jetzt bis zum Sangtnimmerleinstag gehen lasse hat auch keiner was davon. Sie müssen in den Ofen und rechtzeitig wieder raus. Dann kommt ein leckerer Guss aus Zitronensaft und Puderzucker darauf und schließlich müssen sie unter die Leute gebracht werden.

Wie übertrage ich das jetzt? Nun ja gebräunt sieht auch bei uns Menschen ganz gut aus. Ein dezentes Make-Up lässt uns Frauen noch einmal ganz anders erstrahlen und lengt von kleinen Schwächen im Gesicht ab. Und auch wir sollten unter die Leute gehen. Die Zeit in der du dich verstecken wolltest war einmal. Genieße das Leben.

So an was möchtest du dich nun heran wagen? Hefeschnecken oder Abnehmen? Weißt du früher habe ich manche Rezepte gar nicht erst ausprobiert. Sie hörten sich so kompliziert an. Oft haben wir ein perfektes Ergebnis im Kopf und versuchen es gar nicht erst. Manchmal muss man aber, in Schulnoten gespochen, auch erst ein ausreichend oder befriedigend akzeptieren. Beim nächsten Versuch wird es dann schon gut und schließlich sehr gut. Das einzige was ungenügend oder mangelhaft ist, ist doch, es gar nicht erst zu versuchen oder auf halben Weg alles in die Tonne zu kloppen.

 

 

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