Sicher?! Ich laufe noch

Das tragische Verbrechen an Carolin Gruber beschäftigt nicht nur in der Region zahlreiche Menschen. Überall ob in meinen Kursen, beim Einkaufen, im Gottesdienst, bei Teamsitzungen wird  die Betroffenheit zum Thema. Wer mich kennt, fragt als erstes: „Läuft du noch?“

Ja ich laufe, jetzt erst recht. Es kann nicht sein, dass das Böse in dieser Welt es schafft uns einzusperren. Solche Täter bekommen so nur noch mehr Macht und Genugtuung, als sie eh schon hatten. Ich laufe nicht einfach so, sondern ich achte sehr auf Sicherheit. Deshalb möchte ich hier einige wichtige Punkte weiter geben.

SICHERHEIT:

  • Verabrede dich zum Laufen. Es ist immer gut zu zweit oder zu dritt unterwegs zu sein.
  • Wenn du alleine läufst, dann melde dich trotzdem bei jemanden ab und sag wo genau du wie lange unterwegs sein wirst. Melde dich natürlich auch zurück.
  • Nimm dein Handy mit.
  • Laufe niemals die gleichen Strecken zur gleichen Zeit am gleichen Wochentag.
  • Auch wenn es verlockend ist, lass die Musik oder besser die Kopfhörer zu Hause.
  • Wenn dir ein verdächtiges Auto begegnet, dann merke dir immer das Kennzeichen, die Farbe und Marke.
  • Begegnet dir alleine ein Mann, dann signalisiere, dass du keine Angst hast. Schau ihn an und grüße wie es völlig normal ist, aber auch ohne besonders freundlich zu sein. Merke dir auch hier seine Kleidung und die Uhrzeit.
  • Wähle eine Laufstrecke die belebt ist, auch wenn die vielleicht nicht so schön ist. Ein Radweg an einer viel befahrenen Landstraße, eine beliebte Spaziergeh Strecke, ein Industriegebiet in dem gearbeitet wird, eine kurze übersichtliche Runde bei der du immer wieder an deinem Auto vorbei kommst.
  • Nutze die Technik. Manche Laufuhren haben einen Liveticker. Du kannst ein GPS Signal  für deine Freunde in deiner internen Gruppe zugänglich machen, so dass sie sehen können wann du wo läufst. Genau das Gegenteil erreichst du mit manchen Apps die deinen Standort Jedermann sichtbar machen.
  • Natürlich scheint es sicherer im Hellen zu laufen, was bei Carolin Gruber leider kein Hindernis war.
  • Wer im Dunkeln läuft sollte eine Stirnlampe nutzen und selbst auch gut sichtbar sein. Und im Dunkeln bitte nie alleine laufen.

Blöde Anmachen

Und nun möchte ich ein Wort an die Männer richten, die es nicht lassen können Läuferinnen anzumachen. Ich habe zahlreiche Anmachen aus allen Schichten, allen Altersgruppen und Nationen erlebt. Die dickbäuchige Rentnertruppe in Rennrad Trickots ist genauso verbal inkontinent wie die Handwerker die aus ihrem Lieferwagen brüllen. Der Typ der im Straßencafé neben der Fußgängerampel sitzt kann ebensowenig den Mund halten wie der Typ auf dem Fahrrad, der vielleicht sogar gerade von seiner Freundin kommt. Was glaubt ihr bewirken eure blöden Sprüche? Glaubt ihr im ernst, das sich irgendeine Frau geschmeichelt fühlt, wenn ihr hinterher gepfiffen wird? Soll das ein Kompliment sein? Gerade jetzt wünsche ich mir, dass ein umdenken geschieht. Nicht nur Läuferinnen gegenüber, sondern auch in anderen Situationen. Frauen sind kein Freiwild! Man muss nicht alles ausquatschen, was einem gerade durch den Kopf geht. Ganz ehrlich, es sollte euch sogar peinlich sein!

Jedes TUN beginnt mit einem Gedanken. Aus Gedanken werden Worte,… Eigentlich geht diese Aufzählung noch weiter. Aus Worten werden Taten, aus Taten Gewohnheiten,…

Gott sei DANK bleibt es in den meisten Fällen bei den Worten, oder sogar noch bei den Gedanken. Ändert euer Denken damit es gar nicht erst zu Worten und Taten kommt.

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