„So habe ich mein Glücksgewicht gefunden – Ich habe mir meine Kilos einfach abgelaufen.“

Freindin Heft 12/2018,
Bettina Lügger zum Thema: „So habe ich mein Glücksgewicht gefunden.“

Unter diesem Titel ist am 16. Mai in der Zweitschrift „Freundin“ eine kurze Geschichte über mich erschienen. Vielleicht macht sie neugierig auf mehr. Deswegen kommt nun hier …

Die Story hinter der Story

Zunächst klang die Nachricht auf meinem Anrufbeantworter ganz gewöhnlich. Eine freundliche Frauenstimme erzählt, sie sei auf meiner Homepage gewesen und neugierig geworden. Sie bittet um einen Rückruf. Vielleicht hat sie Interesse an einem Online Coaching, oder eine Typberatung denke ich. Doch dann bin ich erstaunt, als sie sich als Sabine Knapp, Journalisten der „Freundin“ vorstellt. Sie hat meine Geschichte „Mein Weg zum Wunschgewicht“ gelesen, und erzählte, dass sie für das Thema „Glücksgewicht“ unterschiedliche Frauen sucht, die von sich berichten.

Ich habe mir meine Kilos einfach abgelaufen

Ja, wenn das mal so einfach gewesen wäre. Zunächst hatte ich völlig falsch angefangen. Alte ausgelatschte Sportschuhe sollten für den Anfang reichen. Weil ich so motiviert war etwas zu tun, bin ich auch mal gleich jeden Tag Laufen gegangen. Mit fast 100 Kilo war das Gift für meine Knie. Also warf ich die Schuhe in die Ecke und wollte aufgeben. Mein Mann brachte von seinen laufbegeisterten Arbeitskollegen „Das große Laufbuch“ von Herbert Steffny mit, was mir neuen Schwung gab. Jetzt hatte ich einen gescheiten Trainingsplan für Einsteiger. Zusätzlich kaufte ich mir gute Schuhe. Um mein hohes Gewicht abzufedern brauchte ich eine besondere Stütze auf der Innenseite. Meine Knieschmerzen waren weg. Mein erstes Ziel war, nach 8 Wochen mit diesem Plan, meine erste halbe Stunde am Stück, im Urlaub am Strand zu laufen. Ich trug mir jedes Training in meinen Kalender ein. Da ließ ich mir nichts dazwischen kommen. Als Vierfachmutter war das manchmal gar nicht so einfach. Ich bin nicht nur dem Fett davon gerannt, sondern manchmal auch dem ganzen Mamastress, vielleicht sogar dem Leben an sich.

Glücksgewicht? = Anfühl- und Ausstrahlgewicht

Mittlerweile habe ich tatsächlich dieses Glücksgewicht, obwohl ich nach meinem Tiefststand wieder etwas zugenommen habe. Es hat sich jedoch etwas ganz entscheidendes verändert. Zunächst war ich vom Erfolg so beflügelt, dass ich nicht genug bekommen konnte. Als ich einen BMI von 24 hatte musste ich auch noch die 23 und am besten auch noch die 22 erreichen. Damals war ich nicht mehr glücklich, sondern leider auf der anderen Seite vom Pferd gefallen. Was man braucht ist das richtige „Anfühlgewicht“. Es gab Zeiten in meinem Leben da konnte ich eine Umarmung nicht aushalten, weil die Berührung mich jede Rolle spüren ließ. Gleichzeitig war ich jedoch so deprimiert, dass gerade eine Umarmung so gut getan hätte. „Dein Körper ist das Haus in dem die Seele wohnt.“ habe ich mal irgendwo gelesen. Für mich war dieses Haus ein Gefängnis geworden. Erst hat das viele essen mein Leben beherrscht, doch dann der Wahn bloß nicht mehr zu viel zu essen. Jetzt habe ich einen BMI von 25 und das ist genau richtig. Es fühlt sich gut an und so kann ich das auch Ausstrahlen. In dieser Hülle lebt eine glückliche Seele.

Das Laufen war der Startschuss in ein neues Leben

Ich laufe mindestens drei mal pro Woche, wenn ich für einen Marathon trainiere auch vier mal. Parallel habe ich meine Essgewohnheiten mit dem Programm „Lebe leichter“ dauerhaft verändert. Dies war der erste Schritt in meine berufliche Selbstständigkeit. Nun begleite ich Menschen genau in dieser spannenden Lebensphase, die ich selbst durchlebt habe. Der Wunsch sein Gewicht zu verändern ist oft nur der Anfang. Mit dem Abnehmen wächst das Selbstbewusstsein. Die Persönlichkeit entfaltet sich neu, und die Seele blüht auf. Neue passende Farben und ein Kleidungsstil, der die Persönlichkeit zur Geltung bringt, gehören oft mit zu dieser Veränderung.

Zurück zur Werkseinstellung
Bettina Lügger läuft am Kaiserstuhl

Für manche Wege gibt es keine Abkürzung.

Zum Schluss möchte ich noch mein besonderes Geheimnis verraten. Wer kennt das nicht, wenn man auf seinem Handy so ein Kuddelmuddel hat, dass nichts mehr wirklich funktionieren will? Manchmal gibt es da nur eine Hilfe. Zurück zur Werkseinstellung. Die Bedienungsanleitung raus holen und nachlesen, was sich der Erfinder bei der Sache gedacht hat. In meinem Leben war dieses Kuddelmuddel. Mit jeder Schwangerschaft habe ich meine Elternzeit verlängert. Zurück in die Festanstellung war jedoch nicht denkbar. Ich war so unglücklich in meinem Beruf als Sozialpädagogin. Dabei ist die Arbeit mit Menschen genau das richtige für mich, nur das Wie war falsch.

Also habe ich meinen Erfinder gefragt, was er eigentlich für eine Idee hatte, als er sich mich ausgedacht hat. Ich löschte einiges was sich auf meiner Festplatte angesammelt hatte. Gleichzeitig wusste ich, Gott will mich gebrauchen und weiß auch schon wo und wie. Also habe ich ihm vertraut und habe mutig meine Stelle gekündigt. Behutsam hat er mich zunächst wieder in Form gebracht. Er weiß wie gerne ich mich bewege. Ein Fisch ist zum Schwimmen gebaut, ein Vogel zum Fliegen und der Mensch zum Laufen. Das ist mein Element. Wenn ich noch länger in diesem unbeweglichen Körper gehockt wäre, wäre ich eingegangen.  Doch gleichzeitig war es wichtig diesen Weg selbst zu gehen, um nun ein feines Gespür für Frauen in meiner damaligen Situation haben zu können. Noch immer finde ich die besten Ideen für mein Leben in Gottes Bedienungsanweisung der Bibel.

Bewegt leben ist mein Motto geworden. Stillstand ist der Tod. Auch das stille Sitzenbleiben in der Komfortzone kann auf Dauer tödlich sein. Deswegen ist es wichtig nach dem Plan, der Idee hinter seinem Leben zu suchen und zu fragen. Wenn ich diese Fragen nicht kläre bleibt ein Hunger, den man mit allem möglichen versucht zu stillen.

 

 

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