Gott geht wundersame Wege!

Es wird Zeit einmal eine ganz besondere Geschichte zu teilen. Sie begann bereits im November 2016, doch jetzt im Juni 2018 kam sie völlig unerwartet wieder in mein Gedächtnis. Ich war auf dem Lebe leichter Coach Treffen in Würzburg als mich eine Kollegin ansprach, dass wir ja eine gemeinsame Freundin hätten. Ich war etwas überrascht, doch beim Stichwort „Kreuzfahrt“ und Gespräch mit einer Mitreisenden viel mir gleich wieder ein worum es ging.

Da diese phantastische Geschichte damals über Mailkontakt lief ist es das Einfachste sie für sich selbst sprechen zu lassen….

 

Sehr geehrte Frau Lügger,

Im Urlaub lernte ich eine sehr nette Frau kennen, die mich auf Lebe leichter aufmerksam machte.
Heute habe ich mir die Zeit genommen und habe auf die Internetseite von Lebe leichter geschaut. Ihre Beiträge finde ich allesamt sehr interessant. Sie sind eine junge Frau, die mich sehr beeindruckt hat!
In einem Video sprechen Sie darüber, dass man mit seinen Sorgen zu Gott gehen kann und sie an ihn abgeben kann. Ich würde dies so gern tun, weiß aber nicht, wie das funktionieren soll. In meinem Leben habe ich so oft nach Gott gesucht, habe aber nur immer Enttäuschungen mir sogenannten Christen erlebt, letztendlich habe ich die Suche aufgegeben.
Aktuell beschäftigt mich Tag und Nacht ein Thema: Meine Tochter ist 32 Jahre alt und bekommt ihr erstes Kind. Der Termin der Entbindung ist morgen und ich mache mir seit längerer Zeit Sorgen, dass sie bei der Entbindung sterben könnte. Ich weiß nicht , wie ich auf diesen Gedanken komme, aber er geht nicht aus meinem Kopf. Ich war als junge Frau schon einmal in einer ähnlichen Situation, hatte damals extreme Ängste um meinen ersten Mann, hatte Gedanken, dass ihm etwas schlimmes passieren würde und er ist damals ganz plötzlich gestorben mit 27 Jahren.
Kann mir Gott dabei helfen, diese Angst zu überwinden?
Wie kann ich diese Angst abgeben?

Sie wundern sich jetzt bestimmt, warum ich Sie kontaktiere, ich weiß es selbst nicht, ich habe einfach nur Angst, die ich nicht beherrschen kann und suche nach Hilfe.

Liebe Grüße von Ute

Diese Mail von Ute las ich mitten in der Nacht. Es war zwar schon sehr spät, doch ich wusste sofort, dass ich ihr antworten muss und was ich schreiben soll.

Hallo Ute,

Heute war viel bei mir los. Eben wollte ich noch schnell schauen ob ich neue Mails habe und las dann Ihre. Es ist schlimm was Sie mit Ihrem ersten Mann erleben mussten. Da war diese Vorahnung, und das macht ihnen nun Angst. Ich bin froh, dass Sie sich nun über mich doch eigentlich mit dieser Angst an Gott wenden. Es tut mir leid, dass Sie von Christen enttäuscht wurden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie gerade in dieser Situation nicht von Gott enttäuscht werden. Mich hat ein Vers aus der Bibel mal sehr getragen. Ich weiß jetzt gar nicht wo er steht. „Lass mich nicht zu Schanden werden, denn ich traue auf dich.“ Vor der Geburt meines letzten Kindes glaubte ich auch, dass etwas schlimmes passiert. Durch eine Magen-Darm Verstimmung kam ich früher ins Krankenhaus. Die Wehen die ich hatte waren noch nicht ernst. Die Tage im Krankenhaus haben mir sehr gut getan, weil ich Ruhe hatte meine Angst abzugeben.  Ausgerechnet ein Lied von Joe Cocker benutzte Gott um uns zu ermutigen. Mein Mann hörte es in einem geliehenen Auto auf dem Weg zu mir ins Krankenkassen. „Have a little face in me.“ Vertrau mir ….und wenn es nur ein kleines bisschen ist. Es gehört zu Gottes Wesen nicht mehr zu verlangen als möglich ist. Legen Sie Ihre Sorgen in seine Hände. Oder noch besser, schmeißen Sie sie ihm vor die Füße, damit sie wirklich weg sind. Vielleicht ist Ihr jetziges Erleben ihr Weg um Heil zu werden und auch Frieden mit ihrer Vergangenheit zu finden.
Ich bin mir sicher, sie werden schon bald ihre Tochter mit ihrem Enkel in die Arme schließen können.

Ich bete, dass Gott ihnen das Vertrauen schenkt was sie brauchen.
Schicken Sie mir doch bald ein Foto. 😉

Ganz herzlichen Grüße
Bettina

Ute ging gleich am Morgen zu ihrem Tablet und war sehr überrascht, dass ich ihr so spät noch geantwortet hatte.
Liebe Frau Lügger,
haben sie vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ich hatte gehofft aber nicht unbedingt erwartet, dass sie mir schreiben. Joe Cocker ist mein Lieblingssänger, aber dieses Lied von ihm kannte ich bisher noch nicht. Jetzt habe ich es mir angehört und bin sehr bewegt. Der Text ist so passend für meine Situation, ich bin plötzlich nicht mehr so beunruhigt.
Ich danke ihnen so sehr! Jetzt werde ich nach langer Zeit zum ersten Mal wieder zu Gott beten.
Ich wünsche ihnen und ihrer Familie alles erdenklich Gute
Herzliche Grüße
Ute

Guten Morgen,

Das ist sehr schön. Er hat sicher schon auf sie gewartet und freut sich noch viel mehr als ich.

Ich wünsche Ihnen Zuversicht und Frieden.
Ich freue mich wieder von Ihnen zu hören.

Liebe Grüße Bettina

Und dann erreichte mich zwei Tage später ein süßes Babyfoto per Whatsapp mit folgenden Worten.

Liebe Frau Lügger,

Gestern Abend ist unser Enkelsohn zur Welt gekommen. Es war eine schwere Geburt, aber jetzt geht es allen wieder besser. Gott hat mich angehört, ich bin so dankbar, auch Ihnen für Ihren Beistand.

Liebe Grüße von Ute

Liebe Ute,

Wie schön, ich freue mich mit Ihnen. Ich wünsche Ihnen viel Freude an Ihrem Enkel. Sehen Sie doch in ihm weiterhin ein Augenzwinkern Gottes. Lassen Sie sich durch ihn immer wieder daran erinnern, dass Jesus alles dafür tut Sie immer wieder neu zu gewinnen. Gott segne Sie.

Liebe Grüße Bettina

Vielen Dank. Für mich sind auch Sie ein Geschenk Gottes. Alles erdenklich Gute für Sie und Ihre Familie wünscht Ihnen Ute.

Vielleicht finden Sie das jetzt seltsam, aber auch sie waren für mich ein Geschenk des Himmels. Ich suche gerade nach neuen Aufgaben für mich und frage mich, ob Seelsorge nicht das Richtige ist. Dann aus heiterem Himmel so eine Mail wie Ihre zu bekommen, ist schon ein Wink mit dem Zaunpfahl.
So etwas nennt man wohl eine Win-win Situation.

Ich glaube, dass es Gottes Wunsch war, dass ich Sie gefunden habe und ich könnte Sie mir als Seelsorgerin sehr gut vorstellen. Ich kann es fast nicht beschreiben, was in mir vorging, als ich ihre erste Antwort-Mail erhalten habe, und ich mir den Song von Joe Cocker angehört hatte. In mir breitete sich eine Zuversicht aus, die ich vorher nicht kannte. Sie sollten unbedingt diesen Gedanken weiter verfolgen, ich bin sicher, dass Sie vielen Menschen als Seelsorgerin helfen könnten. Ich würde mich freuen wieder von Ihnen zu hören.

Herzliche Grüße
Ute


Ein Jahr später

Liebe Frau Lügger,

sicher werden Sie sich an mich erinnern, die Frau, die größte Sorge um Ihre Tochter hatte und sich in ihrer Verzweiflung an Sie gewandt hatte.
Nun ist dies schon fast ein Jahr her und ich wollte Ihnen einmal berichten, was Ihre Mail von damals bei mir verändert hat.
Unser kleiner Enkelsohn entwickelte sich etwas zögerlich, da er bei der überaus langen Geburt ebenfalls sehr gelitten hatte. Nach etwa 8 Wochen bemerkten wir, dass seine Augen keinem Gegenstand folgten und nach weiteren 4 Wochen sagte auch der Arzt, dass zu befürchten sei, dass das Kind entweder sehr schlecht oder auch gar nichts sieht. Wir waren erschüttert und da dachte ich wieder an Ihre Worte, meine Sorgen und Ängsten „Gott vor die Füße zu werfen“.
Ich betete von da an intensiv um die Heilung unseres kleinen Enkels und bat auch die Freundin, die ich im Urlaub kennen gelernt, und die mich an Gott erinnert hatte, für den Kleinen zu beten. Sie versprach, dies gemeinsam mit ihrer Gemeinde zu tun.
Ich bat Gott, meinem Enkelkind das Augenlicht zu schenken, damit ich ihm Gottes herrliche Schöpfung zeigen kann. Die Monate vergingen und jedesmal, wenn wir den Kleinen sahen, machten wir uns Sorgen.
Am Wochenende war unsere Tochter mit dem Enkel wieder bei uns und ich habe mit ihm Türmchen gebaut und erste Kinderbücher angeschaut, er verfolgte alles sehr interessiert, alles ist gut.
Das ist für mich das Wunder, daß Gott vollbracht hat um mir zu sagen, dass es ihn gibt und dass es sich lohnt zu ihm zu beten.
Neben meinen Gebeten lese ich täglich in der Bibel und am kommenden Sonntag werde ich zum ersten Mal an einem Gottesdienst einer freikirchlichen Gemeinde teilnehmen.
Ich bin zwar mächtig aufgeregt, aber ich freue mich auch, die Menschen kennen zu lernen, die ich bisher per Mail kontaktiert habe.

Liebe Frau Lügger, ich schreibe Ihnen das, weil Sie mich dazu gebracht haben, Gott zu vertrauen und ich hoffe, dass Sie Ihren Gedanken, sich der Seelsorge zu widmen, weiter verfolgt haben.

Ich habe seit vorigem November sehr oft an Sie gedacht, und möchte Ihnen einfach noch einmal Danke sagen!

Herzliche Grüße von

Ute

Liebe Ute,

Es haut mich gerade um. Zusammen mit meinem Mann gestalte ich einmal im Monat einen Gottesdienst. Zum Abschied ermutige ich gerne die Gemeinde, den Mut auf zu bringen in der einen bestimmten Situation das zu tun, was Gott einem auf’s Herz legt. Solche Moment kennt jeder, in denen man denkt: „Ich sollte jetzt …. “ oder „Jetzt wäre es gut wenn jemand….“ Ihre Mail damals war so ein Moment. Ich hatte sie mitten in der Nacht gelesen und wusste sofort, was ich Ihnen antworten soll.
Jetzt bin ich tief bewegt, was aus dieser Situation wachsen durfte. Gott wünscht sich jeden Menschen erreichen zu können. Er weiß wer ihn wie am besten erkennt. Er ist mit Ihnen wirklich einen ganz besonderen Weg gegangen. Dieser Weg geht weiter. Lernen Sie ihn noch tiefer kennen. Dafür ist es gut in eine Gemeinde zu gehen. Halten Sie an ihren Erfahrungen mit Gott fest, auch wenn es vielleicht mal nicht so gute Erfahrungen mit anderen Christen gibt.
Erzählen Sie Ihrem Enkel was für ein besonderes Geschenk er für Sie werden durfte. Seien Sie offen und mutig, genau das zu tun was Ihnen auf’s Herz gelegt wird, wenn Sie selbst einmal so einen besonderen Moment erleben.
Herzlichen Dank, dass Sie mir weiter erzählt haben was Sie mit Gott erlebt haben. Es ermutigt mich weiter auf die Stimme des Heiligen Geist zu hören und zu tun was er mir sagt. Ich bin gespannt ob Sie sich mal wieder melden.
GOTTES Segen und gute Gespräche und Begegnungen in der Gemeinde.
Ganz herzliche Grüße
Bettina

Heute haben wir telefoniert und waren beide noch mal ergriffen von diesem besonderen Weg. Ute betet zusammen mit unserer gemeinsamen Freundin weiter für ihre Tochter und auch ihren Mann, die Gott bisher noch ablehnen. Sie hat erlebt wie phantastisch Gottes Wege sind. Heute ist sie 61 und sagt, dass man nie zu alt ist um seine Entscheidung für ein Leben mit Jesus zu treffen.

Ihr Leben hat seit dieser Zeit eine ganz neue Qualität bekommen. Wir haben gemeinsam beschlossen diese Geschichte zu veröffentlichen, weil wir überzeugt sind, dass genau du sie lesen solltest. Wenn du Gott schon kennst, dann lass dich ermutigen die Dinge zu tun die Gott schon für dich vorbereitet hat. Wenn es dir geht wie Ute, die viele schlechte Erfahrungen mit Christen gemacht hatte, dann lass bitte nicht zu, dass diese Menschen dir den Blick auf Jesus verstellen. Er hat Utes Wunden geheilt, weil sie bereit war ihm zu vertrauen.

Have a little faith!

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2 Antworten zu “Gott geht wundersame Wege!

  1. Liebe Bettina, Danke für diese wunderbare Geschichte, die mich sehr berührt hat! Wie wunderbar Du geantwortet hast und deinem Herzen ♥️ gefolgt bist … einfach himmlisch! Ich bin mit Ute der festen Überzeugung, dass Du Menachen im Herzen erreich kannst durch deine ehrliche und gefühlvolle Art. Gott kann ja nicht alles selbst machen , dafür hat er einige 😇 Engel geschickt. Du bist einer davon, liebevolle Grüße Christine

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