11. Dezember

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig. Jesaja 40, 3.10

Straßenbau
Dieser Wochenspruch besteht aus zwei Sätzen:
1. Eine Stimme ruft: Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste!
Es geht darum, dass das Volk Israel wieder aus der Gefangenschaft nach Hause zurück kehren darf. Das unmögliche wird war! Es wird einen Weg durch die Wüste geben und im weiteren: die Täler sollen sich anheben und die Berge einsinken und was krumm ist soll gerade werden.
Für die Israeliten wurde unmögliches war. Sie durften in ihr eigenes Land zurück. Das es so kommen würde  hatte Jesaja mit diesem Text angekündigt. Er ruft ihnen zu: Bahnt einen Weg unserem Gott der kommt um uns zu eretten.
In unserer Zeit erlebe ich bei vielen Christen ein genau umgekehrtes Denken. Gott soll zwar kommen und mich aus meiner Not befreien, allerdings soll das dann so aussehen, dass er mir den Weg durch die Wüste bahnt, dass ich nicht durch Täler und über Berge laufen muss, und dass mein Weg keine Kurven macht. Letztlich soll Gott dafür sorgen, dass ich es warm und gemütlich habe.
Die Botschaft des Alten wie des Neuen Testamentes ist die gleiche: wir sind dazu da Gott die Tür zu öffnen; nicht er uns.
2. Seht, Gott der Herr, kommt mit Macht, er herrscht mit starkem Arm. Seht, er bringt einen Siegespreis mit: Alle die er gewonnen hat, gehen vor ihm her.
Wenn Gott dann kommt um zu retten, und das hat er nicht nur an Weihnanchten getan, dann ganz anders als wir es denken. Er ist kein Befreier der uns durch Gewalt aus unserer Not rettet. Jesus wird nicht im Palast geboren sondern im Stall. Nicht in der Hauptstadt sondern auf dem Dorf. Er stammt nicht aus dem größten sondern aus dem kleinsten Stamm. Er reißt nicht die Macht an sich sondern – er hat sie – nein er ist sie!
Gott hat nicht die Macht um uns zu retten, er ist auch nicht nur zum Glück ein bisschen Stärker wie der Feind;
Nein Gott hat die Macht in seiner Hand. Er ist die Macht, wer welche hat, hat sie letztlich von ihm.
Diese Macht hat den Tod überwunden, diese Macht hat auch alles überwunden was dich gefangen hält und du bist das Ziel dieser Machtausübung.
Wir leben in der Zeit vor der Ankunft dieser Rettungs- Macht, ich will ihr den Weg bereiten. Du auch?
AL