2017 KW 2

Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Römer 8,14

Motivation (lat. verb movere: bewegen, antreiben)
Die Frage, warum ein Mensch das tut was er tut, ist gar nicht so einfach zu beantworten. „Jeder Mensch hat etwas, dass ihn antreibt“, sagt uns die Werbung. Das stimmt. Damit ist aber noch lange nicht gesagt, was das denn ist, was ihn antreibt. Die Wissenschaft hat lange angenommen, unsere Motivation etwas zu tun käme aus den angeborenen Instinkten. Man hat ca. 6000 dieser Instinkte aufgelistet und geordnet. Nur durch Instinktbefriedigung angetrieben zu sein, kann aber individuelles Verhalten nicht erklären. Also fand man noch die physiologischen Bedürfnisse wie Hunger Durst etc. als Motivator. Aber es gibt ja auch Motivation etwas zu tun, wenn man satt, sauber und trocken ist. Jedenfalls für manche… Aktuell geht man von einem Motiv aus, dass passiv vorhanden ist. Irgendwann wird dieses Motiv so dringend, z.B. weil es mich emotional anspricht, dass dieses Motiv ganz aktiv wird. Diesen Prozess nennt man dann Motivation. (Alles aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Motivation )
Paulus ging es nicht um die Erforschung der Motivation eines Menschen. Vielmehr hat er schon eine sehr grundsätzliche Antwort. Es gibt nur 2 Grundzustände des Menschen. Es gibt den geretteten, befreiten, von Schuld gelösten Menschen (den Wiedergeborenen) und den, bei dem das noch nicht so ist. Der Zustand indem jeder Mensch geboren wird, ist der geistlicher Gefangenschaft, von Schuld versklavt. Je nachdem in welchen Grundzustand ein Mensch lebt, äußert sich auch sein Handeln. Je nachdem in welchem Grundzustand ein Mensch lebt, hat er andere Instinkte, andere Bedürfnisse und andere Motive aus denen dann Handlungen werden. Wir sehen bei Paulus geht es immer ums Grundsätzliche, hier wird nicht an der Oberfläche poliert.
Was folgt daraus:
1. Alle Menschen haben bei Geburt den gleichen geistlichen Status.
2. Von neuem geboren zu werden, ist dass größte Geschenk, dass der Mensch in seiner Zeit in diesem Leben bekommen kann.
3. Wer wiedergeboren ist, handelt nach Motiven die er bis dahin nicht hatte.
4. Wenn man nicht vergisst wo man herkommt, dann hat man überhaupt keinen Anlass schlecht über jemand zu denken, der dieses Glück noch nicht hatte.
5. Wiedergeborene Menschen handeln nach Motiven die zu Wiedergeburt anderer dienen.
Lassen wir uns dieses Jahr ganz bewusst antreiben!
A.L: