25. September

Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. 1. Johannes 4,21

Sichtbare Liebe
Letzte Woche haben wir über die Sieger dieser Welt nachgedacht, und gelernt, dass wir Sieger sind durch den Glauben. Du hast in den Spiegel geschaut und eine/n Sieger/in gesehen!
Nun, wenn du Sieger bist, und jeder andere der glaubt ebenso, dann sind alle deine Geschwister Sieger. Wenn alle deine Geschwister Sieger sind, musst du dich nicht anstrengen sie zu lieben, denn wir lieben die Sieger.
Warum erleben wir es dann manchmal nicht so?
Bei manch einem meiner Geschwister sehe ich noch viel Entwicklungspotenzial. Ich denke dann, „du bist aber noch nicht so weit“, und in Klammern: „wie ich“. Bei einem anderen dann vielleicht auch so etwas wie: „wow, dass war aber jetzt echt stark“ und in Klammern: “ dass hätte ich jetzt nicht fertig gebracht“.
Und ganz leise, und ohne einen bewussten Prozess, werde ich zum Mass an dem ich meine Geschwister einteile.
Johannes sagt, das Gebot den Bruder zu lieben, haben wir von ihm. Mit „ihm“ meint er Jesus. Jesus wurde von einem jüdischen Gesetzeslehrer gefragt, welches dass wichtigste Gebot im Gesetz sei. Er bekam diese Antwort: Du sollst den Herrn deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Und, du sollst deinen Nächsten lieben wir dich selbst. Daran hängt das ganze Gesetz mit all seinen Geboten. Matth. 22,37.

Das war die Situation an die Johannes dachte, als er diesen Satz schrieb.
Wer so liebt, der kann nicht selbst das Mass aller anderen sein. Wer so liebt, der vergleicht sich nicht. Wer so liebt, dessen Liebe zu Gott wird ganz konkret sichtbar. Sichtbar darin, wie er mit seinen Geschwistern umgeht.

So sehen Sieger aus, dass will ich denken, wem immer ich diese Woche von meinen Geschwistern begegne.
AL

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