9. Oktober

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6,8

Der gute Rat

Wie sehr wünscht man sich, dass die eigenen Kinder den guten Rat ihrer Eltern beherzigen. Schließlich haben Eltern ein großes Plus an Lebenserfahrung. Sie können das Große Ganze der Kindesentwicklung überblicken. Schon früh erkennen sie, wenn eine Entwicklung in eine ungute Richtung beginnt. Sie versuchen dann, ihre Kinder durch einen guten Rat vor Kummer zu bewahren. Aber Kinder haben oft ganz verschiedene Gründe diesen Rat nicht zu befolgen. Sie wollen selber Groß sein. Selbst entscheiden was gut für sie ist. Wollen sich nicht in ihre Angelegenheiten hinein quatschen lassen. Oder sie verstehen auch nicht wofür das gut sein soll. Warum ausreichend schlafen wenn es auch so geht? Warum die Online Zeit begrenzen, wenn alle anderen keine Grenze haben. Warum Schulsachen erledigen, wenn man doch die Zeit viel chilliger verbringen kann? Oder sie haben einfach keine Lust, sich um etwas zu kümmern… Welchen Kummer und Ärger sie ihren Eltern damit bereiten, wissen sie nicht. Die Eltern denken dann, es könnte alles so einfach sein, wenn sie oder er doch nur meinen einfachen Rat befolgen würde.

In eine solche Zeit hinein ist dieses Wort gesprochen worden. Gott hatte Micha damit beauftragt, das Volk durch seinen guten Rat vor großem Kummer zu bewahren. Die Entwicklung war über Jahrzehnte absehbar. Das Volk war in seinem von Gott geschenkten Land sesshaft geworden. Eigentlich könnte alles richtig gut sein. Aber sie wollten den Rat Gottes nicht befolgen. Dabei war der ganz einfach: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht einen Weg mit Gott gehen. Das war schon alles. Mehr hätte es nicht gebraucht. Aber sie wollten nicht. Sie wollten ohne Gott Groß sein. Sie wollten auch einen König wie die anderen Völker. Sie wollten auch deren Götter. Sie wollten auch deren Gesellschaftssystem. Das Ende dieser Entwicklung, war der vollständige Untergang dieser Nation.

Leider ist es heute nicht anders. Die Christenheit steht für Verbote. Wenn du ein Christ bist, dann darfst du …. nicht. So werden Christen häufig wahrgenommen. Manch einer unterscheidet sich auch nur kaum von seinem Umfeld. Dasselbe Haus, dasselbe Auto wie die Nachbarn. Nur dass man scheinbar nicht so viel Spaß im Leben hat, weil man sich ja an Gebote halten muss.
Das es ein guter Rat ist, den Gott uns gibt, ist leider völlig verloren gegangen. Dass sein Rat uns alles geben und nichts nehmen will, sehen Christen und „Nichtchristen“ zu wenig.
Und wenn dann ein Mensch vor dem Scherbenhaufen seines Lebens steht, dann, ja dann darf Gott daran Schuld sein. Wie sehr Gott darunter leidet, dass sehen seine Kinder nicht.

Jeder Tag
Jede Stunde
Jede Situation
macht den Unterschied, führt in Gefangenschaft oder Freiheit.

Wollen wir heute einen guten Rat beherzigen?

AL