KW 4

Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes. Lukas 13,29

Eine neue Weltordnung
Der neue Präsident der USA ist seit 2 Tagen im Amt. Wie immer man auch zu im steht, welche Meinung man auch über ihn haben mag, in einem sind sich doch alle einig: Es wir in unserer Welt nicht alles bleiben wie es war. In jeder Talkshow ist das das beherrschende Thema. Wie wird er sich in Zukunft verhalten? Gibt es eine Annäherung an Russland? Welche Auswirkungen hat seine Politik auf die EU? Werden die Rechtspopulisten jetzt auch bei uns gewählt?
Eine solche Frage wurde auch Jesus gestellt (Vers 23). Er befand sich auf dem Weg nach Jerusalem, dem Ort an dem sich ALLES entscheiden würde, und die, die ihm zuhörten spürten: es wird sich etwas ändern (Vers 22). Egal wie wir zu diesem Rabbi aus Galiläa stehen, ob wir ihn ernst nehmen oder für eine Witzfigur halten, das, was er über das Reich Gottes sagt, ist anders als alles was wir bisher für gesetzt hielten. Für seine Zuhörer galt: wir sind die Söhne Abrahams, Isaak und Jakobs und deshalb werden wir in Zukunft im Reich Gottes gesetzt sein (Vers 28). Doch sie spürten auch, jetzt ändert sich etwas grundlegend. Wir sind Zeitzeugen einer historisch wichtigen Entwicklung.
Jesus sprach hier eine deutliche Warnung an sie aus. Es wird nicht bleiben wie alles war, es wird nicht einfach so weiter gehen. Nur weil ihr durch Abstammung zu Gottes Volk gehört, seid ihr nicht Drin und alle anderen Draußen. Im Gegenteil: der Zugang, die Tür zum Reich Gottes ist eng und es werden viele hindurchgehen die sich nicht von Geburt auf Abraham, Isaak und Jakob berufen können. Nein, es werden sogar viele durch diese enge Tür gehen und am Tisch sitzen die aus allen Himmelsrichtungen gekommen sind (Vers 29).
Im Reich Gottes werden auch die am Tisch sitzen, die sich durch Geburt diesen Platz gesichert haben. Aber durch eine neue Geburt: „Jeder der glaubt das Jesus der Christus ist, stammt von Gott,“ schreibt Johannes in seinem ersten Brief 5,1. Das ist die Abstammung derer die in dem neuen Reich dazugehören, die Drin sind, die gesetzt sind.
Wir werden uns wundern, wenn wir an diesem Tisch platz nehmen, wer sich alles neben uns setzt, und vielleicht auch wer dort nicht sitzt. Es wird nicht alles einfach so weiter gehen, es wird sich etwas grundlegend ändern, es hat sich schon geändert. Nehmen wir uns diese Warnung für diese Woche zu Herzen und bemühen uns mit allen Kräften durch diese Tür zu gelangen (Vers 24). Gott sei Dank: über den Durchgang an dieser Tür entscheidet nicht der Präsident der USA. Er wird nicht das letzte Wort der Geschichte twittern.
A.L.