Wochenspruch 24. Januar

Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Daniel 9,18

„Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation (nicht nur mit Worten) ist Verhalten und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“ Paul Watzlawick

Was ist Gebet?
Sicher mehr als sich in ein paar Zeilen beschreiben lässt. Einiges kann uns aber jetzt neu bewusst werden. Gebet ist Kommunikation. Und zwar mit dem, der Dich erdacht und erschaffen hat. Das allein ist schon ein Hammer. Manchmal beschränken wir diese Kommunikation auf einen einzigen Kanal: ich rede, und mein Gegenüber hört (hoffentlich) zu. Dabei könnte es viel mehr sein. Nein es ist viel mehr. Mein Gegenüber redet, und ich höre (hoffentlich) zu, zum Beispiel. Auch das ist noch verkürzt, denn Reden ist nicht die einzige Form zu kommunizieren(s.o.).
Wenn Paulus davon schreibt, dass unser ganzes Leben ein Gebet ist, kann ja gar nicht „nur“ Reden gemeint sein. So sagt auch eine Körperhaltung etwas aus, bevor ich etwas gesprochen habe. Und auch mein übriges Verhalten jemanden gegenüber ist eine Sprache.
In diesem Ausschnitt eines längeren Gebetes spricht Daniel davon, dass sein Volk zu dem er gehört, nicht auf Gott gehört hat. Nun bittet er Gott um Vergebung und Rettung. Er bringt durch seine Körperhaltung und sein Verhalten dass zum Ausdruck was er dann mit Worten formuliert.
Hast du schon mal vor Gott gelegen, als du ihn gebeten hast Erbarmen mit dir zu haben? Probiere es doch mal aus! Es braucht außer euch beiden ja keiner zu sehen. Aber ich kann dir versprechen: es wird etwas mit eurer Kommunikation machen.

Gott kann auch nicht nicht kommunizieren. ER hat sich heute schon auf eine bestimmte Weise dir gegenüber Verhalten. ER hat dir diesen neuen Tag geschenkt. ER hat heute die Sonne aufgehen lassen. Was immer du heute tust, ER hat es dir ermöglicht. Beschränke ihn nicht darauf „nur“ zu Reden.

Die Basis dieses Gespräches ist nicht dass du alles richtig gemacht hast. Ist auch nicht, dass du die richtigen Worte findest, und auch nicht ein reines Herz. Denn das alles wäre unsere Gerechtigkeit. Und auf die können wir nicht vertrauen. Die Basis ist, dass ER schon längst durch sein Verhalten gesprochen hat.

Ich hab Erbarmen und zertrete all deine Schuld.
Ich helfe dir auf in meiner Treue und Geduld.
Ich nehm dir deine Last, nichts ist für mich zu schwer.
ich werf all deine Sünden Tief hinab ins Meer.
Wer ist ein Gott wie ich, der die Sünde verzeiht und das
Unrecht vergibt? OOOH Wer ist ein Gott wie ich, nicht für immer
bleibt mein Zorn bestehn, denn ich lieb es gnädig zu sein.
frei nach Albert Frey

Ich wünsche uns viele neue spannende Gespräche!

AL

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